Rakete bereit durchzustarten

Milot Rashica über Ziele, Entwicklung und Spitznamen

Profis
Donnerstag, 11.07.2019 // 16:11 Uhr

Von Yannik Cischinsky

"Rocket! Rocket! Gut so, Rocket!" brüllt Florian Kohfeldt über den Trainingsplatz. Gemeint ist Milot Rashica. Längst ist die Rashica-Rakete auch im Team als Rakete bekannt. Nicht nur Kohfeldt, auch die Teamkollegen sprechen Rashica fast ausschließlich mit seinem Spitznamen an.

“Am Anfang war das ehrlich gesagt etwas komisch. Mich hat nie jemand anders genannt als Milot. Mittlerweile ist das aber okay, ich habe mich daran gewöhnt”, erzählt der 22-Jährige auf dem Weg von der Medienrunde zurück ins Posthotel. Auch von den Journalisten wurde Werders Außenstürmer auf den ungewöhnlichen Spitznamen angesprochen. Selten schallte er so augenscheinlich häufig über den Trainingsplatz wie hier im Zillertal. Das zeigt: Rashica kommt auch in der neuen Spielzeit eine exponierte Rolle im Team zu.

Durchgestartet: Milot Rashica gehörte in der letzten Saison zu Werders Topsorern (Foto: nph).

Was nicht weiter verwunderlich ist, bei der Rückrunde, die der Kosovare auf den Bundesliga-Rasen zauberte. Ab Januar startete die Rakete mit acht Toren und vier Vorlagen voll durch - und eine Landung ist nicht in Sicht. “Ich möchte Tore schießen und Assists liefern”, sagte er im Livechat auf Werders offiziellem Instagram-Profil am Mittwoch zu seinen Zielen für 2019/20.

Etwas konkreter wurde er Tags darauf. “Die Rückrunde war natürlich sehr gut, vor allem für mich, aber ich kann noch sehr viel lernen - von Mitspielern, von den guten Trainern und dem professionellen Staff drum herum. Ich bin nie zufrieden. Wenn die letzte Saison gut war, dann soll die nächste besser werden. Das ist mein Ziel”, führte Rashica aus.

Dass er bereits seit anderthalb Jahren dazugehört, ist für ihn ein großes Plus. In einem, sich in diesem Sommer kaum verändernden Team, kennt sich Rashica aus. “Je länger ich dazu gehöre, desto besser fühle ich mich, desto besser kenne ich das System und die taktischen Feinheiten.” Schließlich brauchte Werders Rakete nach dem Wechsel aus der Eredivisie ein paar Monate, um anzukommen. Doch jetzt könnte die Rakete noch mal richtig durchstarten.

 

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